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	<title>Perspektivwechsel Archive -</title>
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		<title>KI und die Realität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2025 08:15:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie stehe ich zu KIMeine persönliche Meinung Diese KI ist aktuell ja nicht mehr wegzudenken. Zum einen überflutet diese Thematik nicht nur Instagram. Wie man diese KI nutzen sollte, dass es mehr gibt als das bekannte Chatgpt, ein Überangebot an Kursen und Möglichkeiten. Daneben die Angst von den unterschiedlichsten Künstlern. Seien es Hörbuchsprecher oder natürlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><blockquote class="" data-css="tve-u-6908645ac51325">Wie stehe ich zu KI</blockquote></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><div class="tcb-plain-text" style="text-align: center;"><em>Meine persönliche Meinung</em></div></div><div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update">
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</div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p data-end="864" data-start="487"><span style="font-size: 15px !important;" data-css="tve-u-6908645ac51406">Diese KI ist aktuell ja nicht mehr wegzudenken. Zum einen überflutet diese Thematik nicht nur Instagram. Wie man diese KI nutzen sollte, dass es mehr gibt als das bekannte Chatgpt, ein Überangebot an Kursen und Möglichkeiten. Daneben die Angst von den unterschiedlichsten Künstlern. Seien es Hörbuchsprecher oder natürlich auch die Autoren. Vielleicht sogar auch eine Unsicherheit bei den Verlagen und Literaturagenten. Denn wie soll man eigentlich wissen, woher ein vorgelegter Text stammt? Wie kann hier ausgeschlossen werden, dass es eine Reihe von Buchstaben aus der Programmierung von KI ist?&nbsp;</span></p><h3 data-end="1680" data-start="1653" style="" data-css="tve-u-6908645ac51466" class="">Wo fängt das Misstrauen an und wo beginnt Vertrauen?</h3><p data-end="2013" data-start="1682"><span style="font-size: 15px !important;" data-css="tve-u-6908645ac51488">Reicht in der heutigen Zeit die eigene Aussage: "Meine Texte sind rein biologisch entstanden. Aus meinem eigenen Kopf, Verstand, Wissen usw." Wie groß kann ein Keil sein oder werden, wenn hier die Balance zwischen Vertrauen und Misstrauen in Schieflage gerät? Was sagt das aber auch über unsere Gesellschaft und das Miteinander aus?</span></p><h3 data-end="2797" data-start="2764" style="" data-css="tve-u-6908645ac514e9" class="">Was ist das Rezept?</h3><p data-end="3148" data-start="2799"><span style="font-size: 15px !important;" data-css="tve-u-6908645ac51506">Da gibt es glaube ich gar kein Rezept, vielleicht im weitesten Sinn eine Art Orientierungsratgeber? Auf das eigene Gefühl achten? Aber auch hier sind wir längst abgestumpft. In der Fülle der Überflutung von Informationen. Täglich mehrere Stunden Überreizung von Bildern, Texten, Angeboten und so viel mehr.&nbsp;&nbsp;</span></p><h3 data-end="3762" data-start="3730" style="" data-css="tve-u-6908645ac51546" class="">Meine eigenen Erfahrungen</h3><p data-end="4040" data-start="3764"><span style="font-size: 15px !important;" data-css="tve-u-6908645ac51564">Natürlich habe ich mich auch selbst intensiv mit Chatgpt beschäftigt. Ich würde ganz grob sagen, ein etwas ausführlicheres Google. Mit einer Priese angedeutetem persönlichen Service. Die eigegebenen Fragen werden nochmals wiederholt, so ähnlich wie einem bei einem Telefontraining eingebleut wird, den angerufenen mehrmals mit dessen Namen anzusprechen. Naja.... Ich habe also versucht zu verstehen, inwieweit mir Chatgpt helfen kann. Wo ich evtl. Zeit sparen könnte usw. Aber dabei bin ich ziemlich schnell ernüchtert worden. Man darf bei all den Projekten mit Chatgpt nicht vergessen, auch selbst die Antworten zu prüfen und auch zu hinterfragen. Es schleichen sich unverschämt viele Fehler ein. Selbst bei den einfachsten Rechenaufgaben. Würde ich dem blind vertrauen, na dann gute Nacht! Man darf auch nicht vergessen, jede Antwort dieser KI kann mit ein, zwei Nachfragen komplett verändert werden. Man erkennt, dass diese Programmierung doch sehr einfach vom Nutzer beeinflusst werden.&nbsp;</span></p><h3 data-end="4593" data-start="4561" style="" data-css="tve-u-6908645ac515a9" class="">Was bedeutet das nun für mich als Autorin</h3><p data-end="4848" data-start="4595"><span style="font-size: 15px !important;" data-css="tve-u-6908645ac515c9">Für den ersten Augenblick vielleicht verlockend. Einen entsprechenden Prompt einzugeben. Und das was "rauskommt" einfach zu (oder mit kleinen Änderungen) zu übernehmen. Bei Kurzgeschichten kann das vielleicht sogar noch gutgehen. Aber je länger und umfangreicher ein Buch werden soll, desto verlorener wird man sein. Denn hier zeigen sich recht schnell die Grenzen von dieser KI. An manchen Stellen entwickelt sich ein ungewolltes Eigenleben. Charaktere oder Orte werden verwechselt, grundlegende Geschichten einfach missachtet usw. Man bekommt immer und immer mehr Probleme. Zu korrigieren, neue Prompts einzugeben und natürlich auch die fremde Geschichte zu verstehen um sie richtig zu korrigieren. Klingt anstrengend? Ist auch anstrengend. Dazu kommt ja noch der große Unterschied, irgendwann werde ich nach Details aus meinem Buch gefragt. Habe ich das wirklich rein biologisch erschaffen, fallen. meinen Antworten leicht. Aber habe ich Copy/Paste gemacht. Was werden das wohl für Antworten werden? Selbst gute Bücher die man gelesen hat bleiben nur in Fragmenten hängen. Aber eigene Welten existieren in einer ganz eigenen Urform.&nbsp;</span></p><h3 data-end="5274" data-start="5246" style="" data-css="tve-u-6908645ac51623" class="">Was also tun</h3><p data-end="5630" data-start="5276"><span style="font-size: 15px !important;" data-css="tve-u-6908645ac51643">Für mich selbst kann ich aktuell sagen, dass ich Chatgpt hier und da für Recherche nutze. Aber auch hier als eine Art Vorab Information. Die mir einen groben "To proof" Zettel entwirft. Am Ende gehe ich die klassischen Wege, google, Bücher, Fragen an andere menschliche Wesen.&nbsp;</span></p><p data-end="6643" data-start="6315"><span style="font-size: 15px !important;" data-css="tve-u-6908645ac516b0">Meine Angst oder auch Bedenken stelle ich ganz hinten an. Angst irgendwann überflüssig zu sein habe ich nicht. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass KI generierte Werke einfach nicht die Tiefe haben. Vielleicht in der Zukunft? Aber es geht ja nun um heute. Bedenken dass meine Werke für nicht biologisch hergestellt gehalten werden stelle ich auch ganz hinten an. Sollte es irgendwann zu dieser Situation kommen, so kann ich mich fragen, ob ich dann überhaupt mit meinem Gegenüber einen gemeinsam Weg gehen wollen würde.&nbsp;</span></p><h3 data-end="7160" data-start="7125" style="" data-css="tve-u-6908645ac51710" class="">Fazit: Leben und leben lassen</h3><p data-end="7372" data-start="7162"><span style="font-size: 15px !important;" data-css="tve-u-6908645ac51737">Mir steht in keiner Weise das Recht zu, KI generierte Werke, Autoren die KI für den Schreibprozess nutzen und auch Leser von KI Werken zu verurteilen. Gibt es nicht auf dieser großen weiten Welt genug Menschen für die das eine oder eben das andere gut passt? Ich persönlich halte auch nichts von sogenannten KI freien Siegeln. Denn was sagt das aus? So ein Siegel kann sich jeder besorgen oder sich dafür registrieren. Aber am Ende baut auch dieses Siegel auf Vertrauen oder nicht? Mir war es heute ein Anliegen meine Sicht auf KI / Chatgpt zu erzählen und mehr nicht. Alles kann und nichts muss - das würde ich mir wünschen.</span></p><p data-css="tve-u-6908645ac517e0" data-end="876" data-start="488" style=""><br></p><p data-css="tve-u-6908645ac517e0" data-end="876" data-start="488" style=""><span data-css="tve-u-6908645ac51806" style="font-size: 16px !important;"><br data-start="522" data-end="525"></span></p></div><div class="thrv_wrapper tve_image_caption" data-css="tve-u-19a48e867dd"><span class="tve_image_frame"><img decoding="async" class="tve_image wp-image-453" alt="" data-id="453" width="820" data-init-width="2496" height="273" data-init-height="832" title="" loading="lazy" src="https://sternsprache.de/wp-content/uploads/2025/09/Lucid_Realism_a_surreal_and_vibrant_cinematic_photo_of_a_cinem_3.jpg" data-width="820" data-height="273" style="aspect-ratio: auto 2496 / 832;" srcset="https://sternsprache.de/wp-content/uploads/2025/09/Lucid_Realism_a_surreal_and_vibrant_cinematic_photo_of_a_cinem_3.jpg 2496w, https://sternsprache.de/wp-content/uploads/2025/09/Lucid_Realism_a_surreal_and_vibrant_cinematic_photo_of_a_cinem_3-300x100.jpg 300w, https://sternsprache.de/wp-content/uploads/2025/09/Lucid_Realism_a_surreal_and_vibrant_cinematic_photo_of_a_cinem_3-1024x341.jpg 1024w, https://sternsprache.de/wp-content/uploads/2025/09/Lucid_Realism_a_surreal_and_vibrant_cinematic_photo_of_a_cinem_3-768x256.jpg 768w, https://sternsprache.de/wp-content/uploads/2025/09/Lucid_Realism_a_surreal_and_vibrant_cinematic_photo_of_a_cinem_3-1536x512.jpg 1536w, https://sternsprache.de/wp-content/uploads/2025/09/Lucid_Realism_a_surreal_and_vibrant_cinematic_photo_of_a_cinem_3-2048x683.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></span></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p data-css="tve-u-6908645ac517e0" data-end="876" data-start="488" style=""><span data-css="tve-u-6908645ac51890" style="font-size: 16px !important;"><br data-start="587" data-end="590"><br data-start="645" data-end="648"><br data-start="839" data-end="842"></span></p></div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
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		<title>Dieser eine Zettel&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2025 13:03:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mut & Neubeginn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser eine Zettel hat mich aus dem Hamsterrad geholtEine Geschichte über Stillstand, Erinnerung und leises Weiterfahren Morgens war es am schlimmsten.Nicht wegen der Uhrzeit – daran hatte sie sich längst gewöhnt.Sondern wegen dieser Stille, die irgendwie zu laut war.Der Kaffee war nie stark genug, die Luft im Badezimmer roch nach gestern, und die Jacke, die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><blockquote class="" data-css="tve-u-19980fee0a8">Dieser eine Zettel hat mich aus dem Hamsterrad geholt</blockquote></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><div class="tcb-plain-text" style="text-align: center;"><em>Eine Geschichte über Stillstand, Erinnerung und leises Weiterfahren</em></div></div><div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update">
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</div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p data-end="876" data-start="488" style="" data-css="tve-u-196a07d1e1a"><strong data-end="522" data-start="488"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b2e">Morgens war es am schlimmsten.</span></strong><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b2f"><br data-start="522" data-end="525">Nicht wegen der Uhrzeit – daran hatte sie sich längst gewöhnt.<br data-start="587" data-end="590">Sondern wegen dieser Stille, die irgendwie zu laut war.<br data-start="645" data-end="648">Der Kaffee war nie stark genug, die Luft im Badezimmer roch nach gestern, und die Jacke, die sie jeden Tag anzog, war an den Ellbogen leicht abgewetzt. Sie mochte sie trotzdem nicht wechseln.<br data-start="839" data-end="842">Weil sie passte. Zu allem anderen.</span></p><p data-end="1276" data-start="878" style="" data-css="tve-u-196a07d33c1"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b30">Die U-Bahn fuhr um 7:06 Uhr. Nicht 7:05 und auch nicht 7:07.<br data-start="938" data-end="941">Wenn sie 7:06 verpasste, war der ganze Tag falsch.<br data-start="991" data-end="994">Also lief sie wie immer die grauen Stufen hinab, wie ein Schatten unter vielen.<br data-start="1073" data-end="1076">Die Bahn kam. Türen zischten. Sie stieg ein.<br data-start="1120" data-end="1123">Waggon 3. Fünfter Sitz von hinten. Fensterseite.<br data-start="1171" data-end="1174">Sie saß nie woanders.<br data-start="1195" data-end="1198">Nicht weil sie es mochte – sondern weil es einfacher war, nichts zu verändern.</span></p><p data-end="1633" data-start="1283" style="" data-css="tve-u-196a07de200"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b32"><strong data-end="1308" data-start="1283"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40a0">Die Bahn ruckelte an.</span></strong><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40a1"><br data-start="1308" data-end="1311">Sie lehnte den Kopf ans Fenster, so wie jeden Morgen, aber nicht wirklich, denn der Zug vibrierte zu stark. Also blieb es beim fast-Anlehnen.<br data-start="1452" data-end="1455">Der Tunnel glitt vorbei wie eine endlose Wiederholung von nichts.<br data-start="1520" data-end="1523">Sie zählte nicht mehr mit, wie oft sie diese Strecke gefahren war.<br data-start="1589" data-end="1592">Hundertmal. Tausend? Wahrscheinlich mehr.</span></span></p><p data-end="1825" data-start="1635" style="" data-css="tve-u-196a07de201"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40a3"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b33">Im Büro war das Licht zu hell.<br data-start="1665" data-end="1668">Die Gespräche zu gleichgültig.<br data-start="1698" data-end="1701">Der Bildschirm strahlte in einem Ton, den sie als Farbe nie benennen konnte – irgendwas zwischen blassem Grau und Müdigkeit.</span></span></p><p data-end="2032" data-start="1827" style="" data-css="tve-u-196a07de203"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40a4"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b34">Sie erledigte, was man ihr gab.<br data-start="1858" data-end="1861">Arbeit, die nicht falsch war – aber eben auch nicht richtig.<br data-start="1921" data-end="1924">Sie antwortete höflich.<br data-start="1947" data-end="1950">Sie lächelte, wenn man es erwartete.<br data-start="1986" data-end="1989">Sie atmete leise – und lauter wurde es nie.</span></span></p><p data-end="2267" data-start="2034" style="" data-css="tve-u-196a07de204"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40a6"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b36">Freitag war das Ziel.<br data-start="2055" data-end="2058">Der Samstag das Versprechen.<br data-start="2086" data-end="2089">Der Sonntag die Lüge.<br data-start="2110" data-end="2113">Denn spätestens am Sonntagnachmittag begann der Druck von vorn – ein unsichtbarer Schatten, der sich auf ihre Schultern legte, kaum dass der Tee abkühlte.</span></span></p><p data-end="2388" data-start="2269" style="" data-css="tve-u-196a07de205"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40a8"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b37">Und trotzdem: Sie funktionierte.<br data-start="2301" data-end="2304">Wie eine gut geölte Tür, die sich zwar öffnen ließ – aber nie in einen anderen Raum.</span></span></p><p data-end="2746" data-start="2395" style="" data-css="tve-u-196a07de206"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40aa"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b38"><strong data-end="2414" data-start="2395">Dienstagmorgen.</strong><br data-start="2414" data-end="2417">Es regnete. Nicht stark, aber genug, um das Licht stumpf zu machen.<br data-start="2484" data-end="2487">Sie hatte den Schirm vergessen – oder absichtlich nicht mitgenommen, das wusste sie nicht mehr genau.<br data-start="2588" data-end="2591">Ihre Haare klebten leicht am Hals, als sie die Stufen zur U-Bahn hinabstieg.<br data-start="2667" data-end="2670">Die Bahn kam wie immer pünktlich. 7:06 Uhr.<br data-start="2713" data-end="2716">Sie stieg ein, ohne zu denken.</span></span></p><p data-end="2988" data-start="2748" style="" data-css="tve-u-196a07de208"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40ab"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b3a">Heute war ihr Platz besetzt.<br data-start="2776" data-end="2779">Eine junge Frau saß dort, mit viel zu lauter Musik in den Kopfhörern.<br data-start="2843" data-end="2846">Kurz überlegte sie, den Sitz gegenüber zu nehmen – aber da stand ein Koffer.<br data-start="2922" data-end="2925">Also wich sie aus. Ein paar Reihen weiter.<br data-start="2967" data-end="2970">Waggon 3, Sitz 17.</span></span></p><p data-end="3304" data-start="2990" style="" data-css="tve-u-196a07de209"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40ad"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b3b">Sie ließ sich in den Sitz fallen, seufzte leise, nestelte an ihrer Tasche herum.<br data-start="3070" data-end="3073">Dann bemerkte sie die Frau neben sich.<br data-start="3111" data-end="3114">Alt. Weißes Haar, geflochten.<br data-start="3143" data-end="3146">Eine dieser Gesichter, die weich geworden sind, nicht zerfallen.<br data-start="3210" data-end="3213">Sie trug eine hellgraue Jacke und einen Ring mit einem kleinen Stein, der aussah wie Nebel.</span></span></p><p data-end="3461" data-start="3306" style="" data-css="tve-u-196a07de20a"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40af"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b3c">Die alte Frau sagte nichts.<br data-start="3333" data-end="3336">Saß nur da.<br data-start="3344" data-end="3347">Nicht neugierig. Nicht aufdringlich.<br data-start="3383" data-end="3386">Einfach da.<br data-start="3397" data-end="3400">Ein Lächeln – wie ein warmer Wind in einem Raum ohne Fenster.</span></span></p><p data-end="3608" data-start="3463" style="" data-css="tve-u-196a07de20b"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40b1"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b3d">Sie wollte wegschauen.<br data-start="3485" data-end="3488">Wegdenken.<br data-start="3498" data-end="3501">Aber irgendetwas hielt sie.<br data-start="3528" data-end="3531">Nicht das Gesicht. Nicht der Blick.<br data-start="3566" data-end="3569">Irgendetwas, das nicht in Worte passte.</span></span></p><p data-end="3815" data-start="3610" style="" data-css="tve-u-196a07de20c"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40b2"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b3f">Drei Stationen später stand die Frau auf.<br data-start="3651" data-end="3654">Langsam, ruhig.<br data-start="3669" data-end="3672">Sie nickte ihr zu – nicht wie ein Abschied. Mehr wie: Ich hab dich gesehen.<br data-start="3747" data-end="3750">Dann verließ sie den Waggon.<br data-start="3778" data-end="3781">Ohne Eile.<br data-start="3791" data-end="3794">Ohne sich umzudrehen.</span></span></p><p data-end="3897" data-start="3817" style="" data-css="tve-u-196a07de20e"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40b4"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b40">Und auf dem Sitz lag ein kleiner Zettel.<br data-start="3857" data-end="3860">Gefaltet.<br data-start="3869" data-end="3872">Kein Umschlag. Kein Name.</span></span></p><p data-end="3960" data-start="3899" style="" data-css="tve-u-196a07de20f"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40b6"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b41">Zögernd griff sie danach.<br data-start="3924" data-end="3927">Ihre Finger waren plötzlich kühl.</span></span></p><p data-end="4029" data-start="3962" style="" data-css="tve-u-196a07de210"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40b8"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b43">Sie faltete ihn auf.<br data-start="3982" data-end="3985">Nur ein Satz, mit dunkler Tinte geschrieben:</span></span></p><blockquote data-end="4090" data-start="4031" class=""><p data-end="4090" data-start="4033" style="" data-css="tve-u-196a07de211"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40b9"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b44"><em data-end="4090" data-start="4033">„Was du suchst, kann nicht außerhalb von dir beginnen.“</em></span></span></p></blockquote><p data-end="4264" data-start="4097" style="" data-css="tve-u-196a07de212"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40bb"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b45"><strong data-end="4119" data-start="4097">Die Durchsage kam.</strong><br data-start="4119" data-end="4122">Ihre Station – in zwei Minuten.<br data-start="4153" data-end="4156">Sie spürte das alte Ziehen in den Schultern, dieses automatische „Jetzt aufstehen“.<br data-start="4239" data-end="4242">Aber sie blieb sitzen.</span></span></p><p data-end="4366" data-start="4266" style="" data-css="tve-u-196a07de214"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40bd"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b47">Der Zug hielt.<br data-start="4280" data-end="4283">Die Türen zischten.<br data-start="4302" data-end="4305">Leute stiegen aus. Neue stiegen ein.<br data-start="4341" data-end="4344">Sie rührte sich nicht.</span></span></p><p data-end="4493" data-start="4368" style="" data-css="tve-u-196a07de215"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40be"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b48">Eine Station. Dann noch eine.<br data-start="4397" data-end="4400">Sie fuhr weiter.<br data-start="4416" data-end="4419">Nicht, weil sie wusste, wohin.<br data-start="4449" data-end="4452">Sondern weil sie wusste:&nbsp;<em data-end="4493" data-start="4477">So nicht mehr.</em></span></span></p><p data-end="4549" data-start="4495" style="" data-css="tve-u-196a07de216"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40c0"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b49">Die Welt draußen wurde leerer. Weiter.<br data-start="4533" data-end="4536">Irgendwann tönte es aus den Lautsprechern:</span></span></p><blockquote data-end="4611" data-start="4550" class=""><p data-end="4611" data-start="4552" style="" data-css="tve-u-196a07de217"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40c2"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b4b">„Endstation. Dieser Zug endet hier. Bitte alle aussteigen.“</span></span></p></blockquote><p data-end="4708" data-start="4613" style="" data-css="tve-u-196a07de218"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff40c4"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b4c">Sie stand auf.<br data-start="4627" data-end="4630">Faltete den Zettel.<br data-start="4649" data-end="4652">Steckte ihn nicht in die Hosentasche – sondern in die Innentasche Ihrer Jacke, über ihr Herz.</span></span></p><p data-end="4726" data-start="4710" style="" data-css="tve-u-196a07de21a"><span style="font-family: &quot;Palatino Linotype&quot;, &quot;Book Antiqua&quot;, Palatino, serif; font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b4d">Und dann trat sie hinaus.</span></p><p data-end="4944" data-start="4733" style="" data-css="tve-u-196a07de21b"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b4f"><strong data-end="4760" data-start="4733"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff6620">Der Bahnsteig war leer.</span></strong><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff6621"><br data-start="4760" data-end="4763">Sie trat ins Licht.<br data-start="4782" data-end="4785">Der Wind strich durch ihr Haar – erfrischend leicht, wie eine Erinnerung.<br data-start="4858" data-end="4861">Nicht kühl. Nicht warm. Einfach da.<br data-start="4896" data-end="4899">So, wie man früher begrüßt wurde, ohne Worte.</span></span></p><p data-end="5137" data-start="4946" style="" data-css="tve-u-196a07de21c"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff6622"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b50">Die Luft roch nach etwas Grünem.<br data-start="4978" data-end="4981">Nach feuchtem Holz.<br data-start="5000" data-end="5003">Und nach einem Duft, den sie nicht zuordnen konnte – aber das machte nichts.<br data-start="5079" data-end="5082">Er weckte kein Bild. Nur ein Gefühl.<br data-start="5118" data-end="5121">Und das genügte.</span></span></p><p data-end="5296" data-start="5139" style="" data-css="tve-u-196a07de21d"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff6624"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b51">Ein Vogel sang. Irgendwo.<br data-start="5164" data-end="5167">Nur eine kurze Melodie – aber sie blieb an ihrem Ohr hängen<br data-start="5226" data-end="5229">wie ein sanftes Wort, das man nicht behalten muss, um es zu spüren.</span></span></p><p data-end="5581" data-start="5298" style="" data-css="tve-u-196a07de21e"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff6626"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b52">Die Sonne traf ihre Wange.<br data-start="5324" data-end="5327">Dann ihre Stirn. Dann die Hände.<br data-start="5359" data-end="5362">Sie schloss die Augen.<br data-start="5384" data-end="5387">Und plötzlich prickelte es – auf ihrer Haut, in ihren Armen,<br data-start="5447" data-end="5450">in diesem Punkt unter der Brust, den sie lange nicht mehr gespürt hatte.<br data-start="5522" data-end="5525">Nicht Schmerz. Nicht Sehnsucht.<br data-start="5556" data-end="5559">Lebendig sein.</span></span></p><blockquote data-end="5635" data-start="5583" class=""><p data-end="5635" data-start="5585" style="" data-css="tve-u-196a07de220"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff6628"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b54"><em data-end="5598" data-start="5585">Ich bin da,</em>&nbsp;dachte sie.<br data-start="5610" data-end="5613"><em data-end="5635" data-start="5615">Ich bin wieder da.</em></span></span></p></blockquote><p data-end="5657" data-start="5642" style="" data-css="tve-u-196a07de221"><span style="font-family: 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', Palatino, serif;" data-css="tve-u-19980ff662a"><span style="font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b55"><strong data-end="5655" data-start="5642">Nachsatz:</strong></span></span></p><blockquote data-end="5831" data-start="5658" class=""><p data-end="5831" data-start="5660" style="" data-css="tve-u-196a07de222"><span style="font-family: &quot;Palatino Linotype&quot;, &quot;Book Antiqua&quot;, Palatino, serif; font-size: 16px !important;" data-css="tve-u-196a07d4b56">Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einem Plan.<br data-start="5710" data-end="5713">Sondern mit dem Moment, in dem du nicht mehr aussteigst,<br data-start="5771" data-end="5774">sondern sitzen bleibst –<br data-start="5800" data-end="5803">und spürst, dass du lebst.</span></p></blockquote></div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><p>Der Beitrag <a href="https://sternsprache.de/dieser-eine-zettel/">Dieser eine Zettel&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://sternsprache.de"></a>.</p>
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